Umweltaktivisten legen überzeugende Wal-Attrappe mitten in Paris ab.

Zu Beginn der Woche bot sich den Menschen der französischen Landeshauptstadt Paris eines Morgens plötzlich ein grausiger Anblick:

Mitten im Herzen von Paris, am Ufer der Seine, lag etwas, dass nur ein toter Pottwal sein konnte. Um den nach Verwesung riechenden Körper herum liefen Leute in Schutzkleidung, die das tote Tier untersuchten. Die geschockten Passanten machten reichlich Bilder des traurigen Schauspiels.

Doch wie kann es sein, dass sich ein Meerestier so weit entfernt von jedem Ozean in die Wasser des Flusses verirren konnte?

Die Antwort ist erleichternd, aber auch ernst. Der scheinbare Wal ist nicht echt, sondern eine geschickt gebaute, 17 Meter lange Attrappe, welche von der Umweltschutzgruppe «Captain Boomer Collective» über Nacht aufgebaut wurde. Um den Walkörper realistisch wirken zu lassen, haben die Aktivisten ihn zuvor über Nacht in verrottendem Strandgut platziert, so dass die riesige Statue einen durchdringenden Gestank verbreitete.

Die «Wissenschaftler», die mit dem Wal beschäftigt waren, wurden von den Umweltschützern selbst gemimt.

Mit ihrer makaberen Aktion wollen sie Aufmerksamkeit für die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere wecken. Dies scheint zu funktionieren. «Es macht mich sehr traurig, denn wenn ein solches Tier den Atlantik verlässt, um hier zu sterben, dann kann etwas wirklich nicht stimmen», sagt ein Augenzeuge über das Gesehene.

Der Wal selbst mag eine Täuschung gewesen sein, aber das Problem dahinter ist bittere Realität. Hoffentlich trägt die Mühe der Umweltaktivisten bald Früchte.

Umweltaktivisten legen überzeugende Wal-Attrappe mitten in Paris ab.